Die Tatsache von Manipulation, Intrigen und Uneinigkeit innerhalb der Töpfergilde sowie widersprüchliche Aussagen zwischen meinem Kontaktmann Seth Klutse und den Frauen, haben mich vorerst veranlasst, alle Zahlungen für dieses Projekt einzustellen!

Leider konnte ich in der Zeit meines Ghanaaufenthaltes keine Schlichtung herbeiführen, da sich ein Zusammentreffen mit den streitenden Parteien nicht einrichten ließ. Als Mediator in dieser Sache wird Edem Adjordor, der Leiter des HardtHaven Children's Home, für mich inzwischen ein guter Freund, sich in den kommenden Wochen zur Verfügung stellen!

Unabhängig von diesen Querelen konnte ich die Gelegenheit nutzen und ein zentral gelegenes Grundstück in Kpando Aloyi erwerben. Dadurch besteht die Option, den Verkaufscontainer nach Ablauf des Mietvertrages des bisherigen Grundstückes in der Bishop Herman Road Ende 2014 umzusetzen und dauerhaft zu platzieren!

Sollten die Streitigkeiten innerhalb der Gemeinschaft der Töpferfrauen nicht von ihnen selbst beigelegt werden können, denke ich als zukünftige Lösung über eine Gilden-Neugründung in anderer Zusammensetzung nach. Mir liegt ganz besonders am Herzen, dass die traditionelle Töpferkunst in dieser Region weiterhin bestehen kann!

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HARDTHAVEN CHILDREN'S HOME, KPANDO/VR

Im Gegensatz dazu gibt es von Edem Adjordor, dem Gründer und Leiter des Waisenhauses HARDT HAVEN, nur erfreulich Positives zu berichten! Engagiert und unablässig fleißig kümmert er sich um die HIV/AIDS infizierten Kinder sowohl im ortsansässigen Waisenhaus, wie auch in der weiteren Umgebung von Kpando in der Volta Region!

Persönlich konnte ich mich von dem gelungenen Aus- und Weiterbau der gesamten Wohnanlage überzeugen. Mittlerweile sind die beiden neuen Gebäudekomplexe für Mädchen und Jungen fertiggestellt und liebevoll hergerichtet! Neue Toilettenanlagen, eine separate Duscheinrichtung sowie ein überdachter Sitzplatz für die gemeinsamen Mahlzeiten und Unternehmungen bieten allen Kindern ein komfortables Heim. Inzwischen wurde um das gesamte Grundstück eine Schutzmauer errichtet, die den davor liegenden Fußballplatz sichernd mit einbezieht! Die zusätzlich installierten Zaunelemente aus Metall oberhalb der Mauerbereiche zur Sicherheit der Kinder sind so gut wie abgeschlossen.

Z.Zt. leben hier ca. 20 Kinder im Alter von 1 bis 16 Jahren, das Jüngste ist gerade ein halbes Jahr alt und erst seit ein paar Wochen dort! Sie alle sind AIDS Waisen, was bedeutet, dass sie einen oder beide Elternteile an AIDS verloren haben. Sechs der Kinder sind HIV positiv! Diese Einrichtung bietet den Kindern nicht nur Essen, Kleidung und eine Bleibe , sondern vor allem auch die dringend notwendige medizinische Versorgung, Schulbildung, Unterstützung in handwerklicher Ausbildung und/aber vor allem ein liebevolles Zuhause mit dauerhaft lebensverbessernden Maßnahmen!

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REHABILITATIONSCENTRUM IN HO, VR

Bei seinen regionalen AIDS/HIV Gesundheitskontrollen in den umliegenden Dörfern von Kpando/VR, wurde Edem Adjordor (Leiter des HARDT HAVEN CHILDREN'S HOME) in Vakpo Konda, einem kleinen Dorf weit außerhalb, ohne Strom und fließend Wasser, auf einen körperbehinderten Jungen aufmerksam, der an dem Testprogramm seitens seiner Mitbewohner nicht teilnehmen sollte!

Auf  Nachfrage stellte sich heraus, dass der 22 - jährige junge Mann, von Geburt an mit einer schweren beidseitigen Bein/Fußbehinderung lebend, nie zur Schule ging und sein Leben mehr oder weniger in einem Stall fristete! Die Eltern trugen keine Sorge für ihn, und seine ortsansässige Tante hatte auf Grund seiner epileptischen Anfälle erhebliche Angst vor Ansteckung!

Gemeinsam besuchten wir Kofi, und es brach mir sprichwörtlich das Herz! Er gewährte uns Einblick in sein Leben, seine nur mit einer alten Tür als Schlafplatz versehenen Bleibe und wir versprachen ihm zu helfen. Er war ohne Zögern bereit, diesen Ort für immer zu verlassen und in ein Behindertenwohnheim umzusiedeln.

Durch Edems Hilfe und Kontakte im Land, fanden wir ein von der Regierung eingerichtetes Rehabilitationszentrum in Ho/VR, wo bereits körperbehinderte Menschen leben. Gemeinsam mit Kofi fuhren wir zu dieser Einrichtung, um einen ersten Eindruck zu gewinnen und ihm sein zukünftiges neues Zuhause vorzustellen. Wie sich vor Ort herausstellte, leben zur Zeit von den 15 Körperbehinderten lediglich 5 Erwachsene in dieser Einrichtung, da die Regierung sich nicht im Stande sieht, die Kosten für Unterkunft und Verpflegung  aller Mitbewohner zu tragen!

Nach Rücksprache mit der Leitung des Hauses ist eine Aufnahme von Kofi nach den Ferien Ende August möglich, allerdings mit der Bitte um finanzielle Unterstützung für die gesamte Einrichtung! Das Schicksal dieses Jungen liegt mir seither so sehr am Herzen, dass ich die Verantwortung und Finanzierung übernehmen möchte und hoffe, dass er durch das Erlernen des Schusterhandwerkes so ebenfalls zu seinem eigenen Auskommen beitragen kann!

Joice, eine querschnittsgelähmte Mitbewohnerin seit immerhin 4 Jahren in einem für ghanaische Verhältnisse gut ausgerüstetem Rollstuhl sitzend, verdient sich ihren Lebensunterhalt hier mit dem Nähen von Taschen und Kissen. Über eine holprige Wegstrecke erreichten wir nach kurzer Zeit den Verkaufs Shed dieser Einrichtung, und sie zeigte mir stolz ihre bunten Taschen.

In der Gewissheit, dass Edem sich aller nötigen Maßnahmen in meinem Sinne annimmt, werde ich zukünftig an dieser Stelle jede mögliche Unterstützungshilfe leisten!

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