Mit dem festen Willen und Vorhaben, den Fortbestand um das Töpfer Frauen Projekt in Kpando bei meiner diesjährigen Reise anzugehen, kontaktierte ich als erstes meinen Vertrauensmann Seth Klutse und die Queen Mother und Schirmherrin der Töpfer Gilde.

Alle bisherigen Vorwürfe und gegenseitigen Anklagen wurden bereits durch mehrfache Treffen im Vorwege, initiiert von Edem Adjordor - dem Leiter des HARDTHAVEN CHILDRENSHOME -  angesprochen. Viele der Unklarheiten basierten  auf Missverständnissen und gegenseitigem Unwissen!

Wie sich herausstellte, waren leider einige der Töpferfrauen nicht wirklich aktiv in diesem Kunsthandwerk tätig. Sie nutzten ihre Mitgliedschaft vor allem zu persönlichen Vorteilen: so z.B. für den kostenlosen Erwerb einer Krankenversicherungskarte an sie und ihre Kinder, was dazu führte, dass die Zahlungen durch meinen Kontaktmann nur noch unregelmäßig und personenbezogen getätigt wurden.

Das unumgängliche Ausscheiden dieser Frauen und eine erweiterte Neugründung mit ca. zwanzig aktiven Töpferinnen aus den Ortsteilen Kpando Aloyi, Kpando Konda und Kpando Gabie war die notwendige Konsequenz. Durch die Übertragung der alleinigen Kontovollmacht an die Queen Mother in ihrer Funktion als Gildenoberhaupt ist fortan eine Selbstverwaltung der Frauen von meiner Seite unbedingt erwünscht. Seth Klutse wird ihnen weiterhin beratend in allen Fragen zur Seite stehen.

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In nächster Zeit soll auf dem in zentraler Lage neu gekauften Grundstück von ca. 350 qm ein Fundament errichtet werden, auf das der bisherige Verkaufscontainer umgesetzt werden kann. Unter den im hinteren Bereich stehenden Mangobäumen können die Frauen  zukünftig gemeinsam töpfern und im Feldbrand ihre Tonarbeiten härten und brennen.

Die Teilnahme an einer Dauerausstellung in dem vor der Stadt gelegenen ART CENTER ist ebenfalls in Planung, um den Verkauf an Einheimische und Touristen weiter auszubauen. Die Frauen denken auch darüber nach, auf dem dreimal wöchentlich  stattfindenden Wochenmarkt einen zusätzlichen Verkaufsstand in Wechselschicht einzurichten!

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HARDTHAVEN CHILDREN'S HOME, KPANDO/VR

Mit beispielhafter Freude und nicht enden wollendem Engagement gestaltet sich die Arbeit um das HARDTHAVEN CHILDRENSHOME durch Edem Adjordor und seine Frau Jessy. Unablässig sind sie um das Wohl der z.Zt. dort lebenden 22 Kinder besorgt, wovon einige an dem HIV - Aids Virus erkrankt sind und täglich mit sehr kostenintensiven Medikamenten und  notwendigen Krankenhausbesuchen versorgt werden müssen. Unterstützt werden sie dabei durch zwei Kochfrauen, eine Krankenschwester und einigen jungen z.T. auch ausländischen Volontären. Alle  Kinder, bis auf die Kleinsten, besuchen vormittags einen Kindergarten oder die Schule. Gemeinschaft wird hier "groß" geschrieben und so ist es nicht verwunderlich, dass hier einer für den anderen Sorge trägt, wie in einer richtigen Familie!  

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Darüber hinaus erstreckt sich der  Wirkungskreis von Edem Adjordor weit über die Grenzen von Kpando. Mehr als 30 Menschen in den umliegenden Gemeinden versorgt er mit Lebensmitteln,  verteilt notwendige Medikamente,  engagiert sich in Fragen der Aufklärung von Aids und hilft bei der Aus- und Weiterbildung auf beruflichem Sektor. Die Menschen lieben ihn, das spürt man bei jeder Begegnung!

Auch ich bin ihm und seiner Frau für die großartige Unterstützung und für die Aufnahme in seinem Gästehaus während der Zeit meines Aufenthaltes von ganzem Herzen dankbar!

Dringend wird in erster Linie für das HARDTHAVEN CHILDRENSHOME finanzielle Unterstützung benötigt, u.a. für den stetigen Ausbau und den Erhalt der Wohnanlage sowie die Beschaffung von lebenserhaltenden Medikamenten und Lebensmitteln, wie z.B. Proteinpulver und Vitamintabletten, aber auch für Kleidung,  Schuhe sowie Schreibmaterialien und Schulbücher!

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INKLUSIONSPROJEKT/ALAVANYO

Mit der engagierten Hilfe und Unterstützung von Edem Adjordor und Mr. Emmanuel Bansah von "Care and Concern Action Group" in Sokode/ Ghana konnten wir gemeinsam an einer menschenwürdigen  Zukunft für den körperbehinderten jungen Mann KOFI arbeiten!

Durch eine regionale HIV/Aidskontrolle in der Region war Edem 2013 auf ihn aufmerksam geworden und bat mich um finanzielle Unterstützung für ein Weiterkommen dieses Jungen.

 Nach mehreren Gesprächen und Verhandlungen war es uns  Ende März diesen Jahres endlich möglich, KOFI als ersten behinderten Schüler im Rahmen eines Inklusionsprojektes in der Berufsschule "E.P. Technical Vocational Institute Alavanyo" in der Volta Region unterzubringen.

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Für die kommenden drei Jahre wird KOFI hier in einer Wohn - und Schulgemeinschaft mit anderen Schülern als erster Behinderter leben, eine schulische Grundausbildung erhalten und das Handwerk eines Schuhmachers erlernen.

Schon im Vorwege, aber auch am Tage seiner Aufnahme wurden in unserem Beisein von Mitschülern  aus dem Maurerhandwerkssemester eine für ihn  nicht begehbare Stufe schnell und sehr professionell in eine rollstuhlgerechte Rampe umfunktioniert.

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Unser erneuter Besuch bei KOFI eine Woche später führte uns zu einem augenscheinlich  gereiften und scheinbar glücklichen jungen Mann, der uns voller Stolz seine Klassenräume präsentierte und mit seinen neuen Schulkameraden Späße machte!

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Die Ferien wird KOFI bei einem ebenfalls behinderten Schuhmacher und seiner Familie aus der umliegenden Region verbringen, so dass die schulischen Auszeiten keine Rückkehr in sein altes Leben bedeuten!